In vielen Haushalten ist der professionelle Rohrreiniger ein seltener Gast. Meist wird er nur im Notfall gerufen, da seine Arbeiten als aufwendig, dreckig und teuer gelten. Allerdings wäre es besser, die Säuberungen aller Abwasser- und Wasserleitungen regelmäßig durchzuführen, um so auch die Qualität der Rohre zu bewahren. Doch was genau bietet eine Rohrreinigung eigentlich, wie wird sie durchgeführt und was kostet sie?
Oft werden Rohre erst im Notfall wahrgenommen
Wasserrohre gehören zu den wichtigsten Errungenschaften der modernen Zivilisation, führen sie das kostbare Nass doch über lange Strecken zu unseren Wohnungen – oder als Abwasser von diesen weg. Wie selbstverständlich haben wir uns längst daran gewöhnt, dass wir beim Betätigen des Wasserhahns in der Küche ein ebenso leckeres wie gesundes Getränk aus der Leitung erhalten, wir beim Drücken der Toilettenspülung für Sauberkeit im Badezimmer sorgen oder wir mit einem Anschluss im Garten in wenigen Minuten alle Pflanzen gießen können. Nur allzu selten denken wir leider daran, dass nahezu alle Rohre früher oder später einmal zu Verstopfungen neigen.
Es mag im ersten Moment ärgerlich sein, wenn das Wasser nicht mehr mit vollem Druck aus der Leitung fließt, sondern eher müde vor sich hin plätschert. Noch bedenklicher ist die Lage, wenn die bereits angesprochene Toilettenspülung nicht für die gewünschte Sauberkeit sorgen kann, weil irgendwo in dem Rohr, das mühelos die Länge mehrerer dutzend Meter erreicht, etwas blockiert. Guter Rat muss nun übrigens nicht teuer sein – er sollte allerdings gut durchdacht werden. Zwar wird die schnelle Hilfe oft durch kostengünstige Mittel aus dem Supermarkt versprochen. Es gibt jedoch sinnvolle Gründe, sich für eine professionelle Rohrreinigung zu entscheiden.
Auch die Analyse der Rohre ist ratsam
Allerdings zeigt der Handwerksbetrieb Wilken in Langenfeld, dass die Dienstleistungen rund um die Rohrreinigung nicht beim Säubern der Leitungen enden müssen. Er führt darüber hinaus eine Begutachtung der Rohre durch, womit sich etwa Mängel oder offene Defekte finden und beheben lassen. Sollte es dennoch zu häufigen Verstopfungen kommen, kann ebenso eine Fehleranalyse durchgeführt und der ermittelte Zustand dokumentiert werden. Beide Maßnahmen helfen dabei, die Qualität der Rohre über einen langen Zeitraum auf möglichst hohem Niveau zu halten, Ablagerungen zu verhindern und zugleich durch die Beseitigung vorhandener Schimmel- und Bakterienkulturen auch eine Gesundheitsgefährdung der Hausbewohner zu vermeiden.
Es ist also sinnvoll, den Kontakt zum professionellen Rohrreiniger nicht erst dann zu suchen, wenn die Leitungen verstopft sind. Empfehlenswert ist der gegenseitige Austausch in regelmäßigen Abständen, um nicht nur alle Ablagerungen so früh wie möglich zu lösen, sondern zugleich konstant den Zustand der Leitungen im Blick zu haben.
Je besser das gelingt, desto mehr steigen nicht allein der Geruch und der Geschmack des Trinkwassers, sondern auch seine Wirkung auf unsere Gesundheit. Zudem bleiben den Bewohnern der geringe Druck auf der Leitung, Verstopfungen oder der Bruch des Rohres erspart – und davon profitiert sogar die Haushaltskasse.
Chemikalien sind nicht unbedenklich einsetzbar
Verstopft das Rohr, wird gerne zu kochendem Wasser, Essig und Natron gegriffen – doch damit wird die Blockade in der Regel nur kurz aufgeweicht, um dann wieder zu erhärten. Zugleich ist es heute kein Problem mehr, im Kaufhaus oder im Baumarkt einen günstigen Rohrreiniger zu finden. Mehr noch, ein besonderes Vorwissen für die Auswahl und die Anwendung wird vom Käufer nicht verlangt – immerhin sind viele dieser Mittel so zusammengesetzt, dass sie unterschiedlichen Ablagerungen und Verstopfungen den Kampf ansagen.
Doch die oft als Flüssigkeit oder als Pulver angebotenen Alleskönner sind ihrerseits nicht ganz ungefährlich für uns Menschen sowie für die Rohre und die Umwelt.
Aus den folgenden Gründen ist es ratsam, im Notfall nicht den Gang in den Supermarkt anzutreten, um dort ein Reinigungsmittel zu erwerben:
- Rohrreiniger können toxische Inhaltsstoffe aufweisen, die beim Einatmen oder beim Hautkontakt gesundheitsgefährdend wirken
- Allzu stark konzentrierte Chemikalien lösen die Blockade, können zugleich aber das Rohr beschädigen
- Die oft giftigen Zusätze können in das Trinkwasser oder das Erdreich geraten und dort der Umwelt schaden
- Die Ablagerungen im Rohr können sich mit den Inhaltsstoffen des Reinigers verbinden und so die Lage verschlimmern
- Viele der Mittel wirken bestenfalls kurzfristig, lösen das Problem aber nicht dauerhaft
So läuft eine professionelle Rohrreinigung ab
Warum der Griff zu Hausmitteln oder den kommerziellen Rohrreinigern wenig Erfolg verspricht, ergibt sich oft aus der Verstopfung selbst. Denn diese tritt gerne einmal dort auf, wo die Abwasserleitung mit einem Knick versehen ist – etwa an Kurven. Dort können vor allem größere Verunreinigungen zur Blockade führen. Gleiches gilt für das Wasserrohr, in dem sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg Ablagerungen von Kalk bilden und so zunehmend den Durchfluss erschweren. In beiden Fällen können Essig, Natron oder Chemikalien kaum zur Behebung der Lage beitragen. Professionelle Handwerker verfügen dagegen über bessere Möglichkeiten.
Hier kommt vor allem die Technik ins Spiel: Mit einer kleinen Kamera kann weit in das betroffene Rohr hineingeschaut und die Verstopfung genau lokalisiert werden. Zudem ist es auf diese Weise kein Problem mehr, die konkrete Ursache zu ermitteln und auf dieser Basis das richtige Vorgehen zu erörtern. Zwar nutzen auch die Handwerksbetriebe eine Vielzahl an chemischen Helfern, doch häufig genügt bereits der mit hohem Druck zielgerichtet auf die Verstopfung gelenkte Wasserstrahl. Wo er machtlos bleibt, löst die Fräse das Malheur. Ein weiterer Vorteil bei der Beauftragung einer professionellen Firma liegt darin, dass der Grund für die Verstopfung – etwa Fette, Nahrungsreste oder Ähnliches – aus dem Rohr entfernt und abtransportiert wird, ohne in der Umwelt zu landen.
Nicht nur im Notfall eine gute Entscheidung
Zugegeben, den gerne genannten Nachteil bei der Rohrreinigung durch den Fachbetrieb bilden die dabei auftretenden Kosten, die natürlich deutlich über jenen Ausgaben liegen, die im Handel für die empfohlenen Chemikalien einzuplanen sind. Zudem kann die professionelle Hilfe im Notfall gerade an Wochenenden, an Feiertagen und spät in der Nacht zusätzliche Gebühren auslösen. Umso sinnvoller ist es allerdings, eine akute Verstopfung gar nicht erst entstehen zu lassen. Das gelingt, indem die Wasser- und Abwasserleitungen ohnehin regelmäßig vorsorglich gesäubert werden. Eine solche Maßnahme wird im Abstand aller drei bis fünf Jahre durchgeführt.
Bereits kleinste Ablagerungen lassen sich auf diese Weise lösen. Das Wasser kann somit frei durch das Rohr fließen, Rückstände von Kalk greifen seine Innenseiten nun nicht mehr an. Zugleich wird damit sichergestellt, dass sich in der langen Leitung keinerlei Bakterien und Schimmelkulturen bilden. Sie sind für uns Menschen oft nicht sichtbar, machen aber durch schlechte Gerüche auf sich aufmerksam. Befinden sich solche Krankheitserreger in jenem Rohr, aus dem wir unser Trinkwasser beziehen, so drohen sogar Gefahren für die eigene Gesundheit. Empfehlenswert ist es daher, die professionellen Handwerker nicht erst im Notfall zu rufen, sondern sie auch prophylaktisch für die Rohrreinigung zu engagieren.
Wenig Aufwand und faire Preise
In normalen Fällen sind je Leitung etwa 30 bis 60 Minuten für die Maßnahmen zur Säuberung einzuplanen. Bei etwas komplizierteren Situationen kann sich die Dauer erhöhen – selbst dann sollten die Arbeiten aber innerhalb von zwei bis drei Stunden erledigt sein. Welche Kosten dafür in Rechnung gestellt werden, hängt natürlich vom Umfang der Tätigkeit sowie von der Schwere der Aufgabe ab. Preise im Bereich der 150 bis 300 Euro stellen aber nicht nur eine faire Entlohnung dar, sondern sorgen auch für Wasserrohre, die über viele Jahre hinweg unbedenklich genutzt werden können. Gut investiertes Geld also.
Andere Kriterien gelten für den Notfall. Zwar ist auch hier häufig eine schnelle Hilfe möglich, die die Blockade nach kurzer Zeit löst. Sollte es sich aber um hartnäckige Verstopfungen handeln, können die Handwerker durchaus einmal einen halben oder sogar einen ganzen Tag mit dieser Herausforderung beschäftigt sein. Durch die Zulagen, die für die Abendstunden oder das Wochenende einzukalkulieren sind, erhöht sich eine dabei ausgestellte Rechnung schnell einmal auf 500 oder mehr Euro. Wer es aber bereits im Vorfeld gar nicht erst zur Ablagerung in den Leitungen kommen lässt und diese regelmäßig reinigt, spart letztlich bares Geld.


