Um die Dusche in der eigenen Wohnung oder dem Haus überhaupt nutzen zu können, ist eine passende Armatur erforderlich. Diese reguliert die Wassermenge ebenso wie die Temperatur und sorgt so für ein entspannendes oder kühlendes Duscherlebnis – aber auch nur, wenn die passende Variante für die individuellen Bedürfnisse gewählt wurde. Es gibt bei den im Handel erhältlichen Duscharmaturen teils gravierende Unterschiede. Dieser Artikel zeigt, welche Ausführungen zur Verfügung stehen und für welche Ansprüche sie geeignet sind.
Welche Duscharmaturen stehen zur Auswahl?
Auf der Suche nach einer passenden Duscharmatur sehen sich Verbraucher im Fachhandel mit ganz verschiedenen Varianten konfrontiert. Dabei handelt es sich meist um die folgenden:
- Einhebelmischer
- Thermostatarmaturen
- Zweigriffarmaturen
- Digitale Armaturen
Einhebelmischer lassen sich am einfachsten bedienen. Sie ermöglichen das Einstellen von Wassermenge und Temperatur mit einem Griff und sind auch preislich sehr attraktiv. Thermostatarmaturen verfügen dagegen über zwei separate Regler, was Komfort und auch Sicherheit bei der Nutzung erhöht. Zweigriffarmaturen sind die klassische Variante, die mittlerweile aber nur noch selten verwendet wird: Sie finden sich vornehmlich in Bädern, in denen Wert auf eine Gestaltung im Retro-Stil gelegt wird. Betont modern dagegen präsentieren sich digitale Duscharmaturen, die sich etwa über Touchbefehle steuern lassen.
Welche Armaturen für welches Badezimmer?
Für welche Armaturen sich Hausbewohner entscheiden, hängt in erster Linie von den persönlichen Ansprüchen und Vorlieben ab. Wer mit nur einem Griff die Dusche aktivieren und entsprechend einstellen möchte, ist mit einer Einhebelarmatur gut beraten. Mit nur einem Griff lassen sich die Wassermenge und die gewünschte Temperatur direkt regulieren. Allerdings muss hier beachtet werden, dass Schwankungen im Wasserdruck hier etwas weniger gut ausgeglichen werden können als bei anderen Armaturenvarianten. Diese bekommen Thermostatarmaturen dagegen sehr gut in den Griff. Hausbewohner müssen bei diesen Ausführungen aber einen höheren Aufwand bei der Installation und der Einstellung in Kauf nehmen.
Soll die Temperatur möglichst aufs Grad genau reguliert werden können, bietet sich der Einbau einer Zweihebelarmatur an. Da diese Duscharmaturen im Alltag aber wenig praktisch ausfallen, werden sie heutzutage nur noch vergleichsweise selten installiert. Besonders viel Nutzungskomfort bietet eine digitale Armatur, aber diese findet sich noch in wenigen deutschen Badezimmern. Der hauptsächliche Grund dafür ist nicht die Praktikabilität, sondern der Preis, denn digitale Varianten fallen aktuell noch recht kostspielig aus.
Wie sieht es bei den Armaturen mit der Sicherheit aus?
Grundsätzlich fallen alle in der Bundesrepublik erhältlichen Duscharmaturen sehr sicher aus, denn die Produkte müssen strengen Tests und Prüfungen standhalten, bevor sie überhaupt in den Handel gelangen. Aber selbstverständlich gibt es auch hier Unterschiede: So gibt es bei Thermostatarmaturen in den meisten Fällen einen integrierten Verbrühschutz.
Dieser sorgt dafür, dass das Thermostat bei einer Wassertemperatur von 38 Grad Celsius automatisch abriegelt und eine höhere Temperaturentwicklung verhindert. Besonders Haushalte mit Kindern profitieren von der Sicherheitssperre. Wenn es um die Sicherheit bezüglich der Wassertemperatur geht, stehen Thermostatarmaturen ganz vorne. Und auch beim Ausgleichen der nicht selten auftretenden Druckschwankungen punktet diese Variante.
Die Temperatur kann meist sehr konstant gehalten werden, ohne dass es zu unangenehmen und spürbaren Unterschieden während des Duschens kommt.
Duscharmaturen selbst einbauen – ja oder nein?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Sollen einfache Ausführungen wie Einhebel- oder Thermostatarmaturen installiert werden, ist es oftmals möglich, den Einbau in Eigenregie vorzunehmen. Voraussetzung ist aber, dass alle Anschlüsse genormt sind und die gewünschte Armatur zum Anschluss vor Ort passt. Ist dies der Fall, kann der Einbau oder ein erforderlicher Austausch mit in vielen Haushalten vorhandenem Werkzeug erfolgen. Anders sieht es aus, wenn im Badezimmer ältere Anschlüsse vorhanden sind oder Zweifel bestehen, welche Variante zum Anschluss passt. Auch bei alten Installationen kann es sinnvoll sein, einen Fachmann hinzuzuziehen, um eine ordnungsgemäße Funktion der neuen Armaturen und auch die damit verbundene Sicherheit zu gewährleisten.
FAQs: Die wichtigsten Fragen zum Thema Duscharmaturen
Welche Armaturen sind am praktischsten?
Einhebelarmaturen präsentieren sich im Alltag besonders praktisch, da Temperatur und Wassermenge mit nur einem Griff reguliert werden können. Wer es gerne einfach und unkompliziert mag, ist mit dieser Variante gut beraten.
Sind alle Duscharmaturen gleichermaßen sicher?
Grundsätzlich ja; allerdings gibt es bei Thermostatarmaturen einen Verbrühschutz inklusive, der die Temperatur bei 38 Grad hält. Vor allem Familien mit kleineren Kindern sollten sich aus Sicherheitsgründen für eine Armatur mit Thermostat entscheiden.
Lohnen sich digitale Duscharmaturen?
Das lässt sich nicht allgemein beantworten. Digitale Ausführungen bieten einen besonders hohen Nutzungskomfort, haben aber auch ihren Preis. Für herkömmliche Badezimmer vor allem in Mietwohnungen reichen meist weniger kostenintensive Armaturen aus; Luxusbäder können aber sowohl optisch als auch funktional von einer digitalen Installation profitieren.
Kann man Duscharmaturen selbst austauschen oder einbauen?
In den meisten Fällen ist es möglich, eine Duscharmatur auch ohne professionelle Hilfe zu montieren – aber auch nur bei genormten Anschlüssen. Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, einen Fachmann zu beauftragen und so die einwandfreie Funktion der neuen Armatur zu gewährleisten.
Welche Duscharmaturen sind besonders preiswert?
Einhebelarmaturen fallen in der Anschaffung am günstigsten aus. Aber natürlich bestehen auch hier Unterschiede, die zum Beispiel von der Marke und der genauen Ausführung abhängen. Ein Preisvergleich kann sich vor der Anschaffung einer neuen Armatur lohnen.

